Irgendwo zwischen Himmel und Erde: Der Skutarisee in Montenegro

Zwischen Montenegro und Albanien gelegen, ist der Skutarisee ein im restlichen Europa weitestgehend unbekanntes Juwel der Natur. In seiner spiegelglatten Oberfläche reflektieren sich beeindruckende Berglandschaften ebenso wie die teilweise jahrhundertealten Häuser der kleinen Städte direkt an seinem Ufer. Auf beiden Seite der Grenze durch Nationalparks geschützt, ist der Skutarisee aufgrund seiner außergewöhnlichen Schönheit und der vielen heimischen Arten mittlerweile sogar für das UNESCO-Weltkulturerbe nominiert. Keine 20 Kilometer vom Adriatischen Meer entfernt, ist der See nach wie vor ein Geheimtipp für Wasserfreunde aus Europa, die einen Seeaufenthalt ganz abseits des Massentourismus verbringen möchten.

Der Skutarisee in Montenegro

Der Skutarisee in Montenegro (Foto: Emma Heywood – undiscoveredmontenegro.com)

Von Belagerungen zu Bio-Food
Während heute die ersten Urlauber den See für sich entdecken, waren es vor mehr als 500 Jahren Türken, die sich an den Ufern des auch als Skadar-See bekannten Gewässers aufhielten. Sie waren allerdings auch nicht zur Entspannung angereist, sondern versuchten im Jahr 1497 die namensgebende Stadt Skadar zu erobern. Doch selbst der Chronist ihrer Belagerung konnte sich der Schönheit des Sees nicht entziehen und schwärmt in seinem Bericht von einem „schönen, großen und fischreichen See, dessen Umgebung von hübschen Städten, kleinen Dörfern und schönen Klöstern und Kirchen zieren.” Sieht man den heutigen See, kann man kaum glauben, dass seitdem 500 Jahre vergangen sein sollen: Klöster und Kirchen sind nach wie vor vorhanden und selbst die Dörfer wirken teilweise fast wie aus einer anderen Zeit. Doch natürlich hat sich auch einiges getan: An den Ufern des Sees werden keine Schlachten mehr ausgefochten, stattdessen züchten die Anwohner hier – ganz modern – organische Lebensmittel, die spätestens in den zahlreichen kleinen Restaurants und Gaststätten auf den Tellern der Seebesucher landen.

Der Skutarisee in Montenegro

Der Skutarisee in Montenegro (Foto: Emma Heywood – undiscoveredmontenegro.com)

Zuflucht für Mensch und Tier
Bevor es allerdings ins Restaurant geht, können Wasser- und Naturfreunde die zahlreichen Möglichkeiten nutzen, den Skutarisee zu erkunden. Mit Stock und Stiefel erkunden Wandersleute die nahe gelegenen Berge, von denen aus sich ein wunderbarer Blick über das Seepanorama bietet. Den ganzen See erkunden kann man am schönsten mit dem Drahtesel: Ein etwa 55 Kilometer langer Rundweg bietet darüber hinaus die Chance, die schönen kleineren und größeren Orte am Ufer kennen zu lernen (und hier und da für eine frisch gepflückte Pflaume anzuhalten). Wer am liebsten auf dem Wasser unterwegs ist, kann eine Kayak-Tour machen und den See so aus nächster Nähe erkunden. Dabei lassen sich wunderbar die heimischen Vogelarten, darunter auch einige der letzten Pelikane in Europa, beobachten.

Der Skutarisee in Montenegro

Der Skutarisee in Montenegro (Foto: Emma Heywood – undiscoveredmontenegro.com)

Und spätestens, wenn man abends von der Uferpromenade aus den Sonnenuntergang über dem spiegelnden Wasser beobachtet wird den Besuchern klar, warum die Montenegriner den Skutarisee als „Herz und Seele“ ihres Landes bezeichnen.

Der Skutarisee in Montenegro

Der Skutarisee in Montenegro (Foto: Emma Heywood – undiscoveredmontenegro.com)

Der Skutarisee in Montenegro

Der Skutarisee in Montenegro (Foto: Emma Heywood – undiscoveredmontenegro.com)

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